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Sitzposition auf dem Rad

Das richtige Sitzen ist wichtig auf E-Bike und Fahrrad

Auf den richtigen Sattel sowie die Sitzposition kommt es beim Fahrrad fahren an. Foto: Jens Lukas

Bei Fahrrad fahren wird die Sitzposition den gängigen Radtypen durch Rahmengeometrie, Lenkerform, aber auch durch die Satteleinstellung festgelegt. Volker Anderl von 2Rad Anderl in Ickern (Castrop-Rauxel) sagt: „Wichtig ist zunächst festzuhalten, dass bei der Einstellung der Sitzposition das subjektive Empfinden den größten Stellenwert hat. Was für den einen Radfahrer bequem und entspannt ist, empfindet ein anderer als zu sportlich und unbequem.“
Für ein sicheres Gefühl

Lässt man die Lenkerform, den Fahrradtyp und den Trainingszustand des Fahrers außer Acht, so sollte die Sitzposition so gewählt werden, dass der Radfahrer ein sicheres Gefühl auf dem Fahrrad hat und die sicherheitsrelevanten Bedienelemente wie Bremsgriffe, Schaltung und Klingel ohne Probleme benutzen kann. Der Fahrer sollte bei der Wahl der Sitzposition eine möglichst natürliche Rückenhaltung einnehmen. Gerade bei sportlichen Fahrrädern, bei denen die Körperhaltung eher nach vorne gebeugt ist und der Schwerpunkt verlagert wird, sollte darauf geachtet werden, dass die Abmessungen des Fahrrads eine ergonomische Sitzposition gewährleisten.
Entspannte Körperhaltung

Eine angenehme und möglichst entspannte Körperhaltung kann durch leichtes Abwinkeln der Arme erreicht werden, gleichzeitig entlastet der Fahrer die Schulter-, Hals- und obere Rückenmuskulatur. Die drei gängigsten Sitzpositionen unterscheidet man in aufrecht, moderat und sportlich.

Eine aufrechte Sitzposition bieten Hollandfahrräder oder Cityräder. Der Sattel befindet sich unterhalb des Lenkers. Der Fahrer hat eine nahezu senkrechte oder nur leicht gebeugte Oberkörperhaltung. Da der Schwerpunkt relativ weit hinten liegt und fast das gesamte Körpergewicht durch das Gesäß gestützt wird, empfiehlt sich ein komfortabler Sattel.
Oberkörper nach vorne

Bei der moderaten Sitzposition ist die Position des Sattels etwas höher und befindet sich maximal auf dem gleichen Niveau, wie der Lenker. Der Oberkörper ist nach vorne geneigt, was zur Folge hat, dass ein Teil des Körpergewichts auf den Armen und Händen lastet. Gerade die moderate Sitzposition findet bei vielen Radfahrern Gefallen, da sie zugleich relativ entspannt und dennoch ausreichend dynamisch ist. Vielfach findet man diese Sitzposition bei Trekking- und Tourenfahrrädern, oder bei Crossrädern wieder. Hier kann durch die richtige Einstellung eine nahezu optimale Rückenhaltung realisiert werden.

„Sportlich“ sitzen

In der sportlichen Sitzposition befindet sich der Sattel oberhalb des Lenkers. Die extrem nach vorne gebeugte Sitzposition ermöglicht dem Fahrer eine sehr gute Aero-Dynamik, die gerade bei Rennrädern, Fitness- und Mountainbikes von Bedeutung ist. Der Schwerpunkt wird in dieser Haltung nach vorne verlagert. Dies hat zur Folge, dass die Belastung auf Hände, Arme und Schultern größer ist.

Wichtige „Stellschrauben“, die zu Verbesserung der Sitzposition dienen, sind die Auswahl des richtigen Sattels, des passenden Lenkers oder auch der Griffe. Bei 2Rad Anderl können der Kunden die Komponenten vor dem Kauf durchaus auch testen.
Text: Jens Lukas